Generalversammlung der SP Gerlafingen
Kürzlich hielt die SP Gerlafingen ihre 106. Generalversammlung ab. Sie berücksichtigte dabei für einmal das gemütliche FC-Clubhaus im Kirchacker, um den Kontakt mit den Dorfvereinen aufrecht zu halten. Nach einer feinen Lasagne konnten die 30 erschienenen Mitglieder (darunter auch alt Regierungsrat Gottfried Wyss sowie Ständerat Roberto Zanetti) den geschäftlichen Teil der Versammlung in Angriff nehmen.
Einmal mehr liessen die aufschlussreichen Jahresberichte des Sektionspräsidiums sowie des Fraktionschefs erahnen, welch grosse und wichtige Arbeit parteiintern und auf der politischen Gemeindebühne geleistet wird. Anhand des informativen SP-Blettlis, das seit 28 Jahren lückenlos nach jeder Gemeinderatssitzung erscheint, liess Philipp Hadorn die politischen Schwerpunkte 2010 Revue passieren. Im Bewusstsein, nicht über die Mehrheit zu verfügen, darf die SP-Fraktion mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein. Etliche ihrer Grundanliegen fanden auch Aufnahme im neuen Legislaturprogramm. Dominantes Thema war und ist der hohe Spardruck: Diesem fiel sogar das neue Gländ-Primarschulhaus zum Opfer, das noch im Frühjahr 2010 mit einem Wettbewerb auserkoren worden war. Am Projekt wurde zwar festgehalten, doch wurde der Baubeginn bis 2013 hinausgeschoben. Bis dann sollten sich die finanziellen Perspektiven wieder etwas aufgehellt haben.
Der von Ursula Steiner abgelegte Kassenbericht und das Budget wurden genehmigt. Dabei wurde einmal mehr klar, dass die Jahresbeiträge und die auf den Sitzungsgeldern erhobenen Mandatsbeiträge unumgänglich sind. Der Bestand an eingetragenen Parteimitgliedern ist langsam aber stetig rückläufig. Es ist wohl eine der grössten Aufgaben von Vorstand und Fraktion, hier eine Trendumkehr zu erreichen. Dazu bedarf es überzeugender politischer SP-Arbeit auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Parallel dazu muss es gelingen, bei den jüngeren Semestern das Interesse an aktiver Politarbeit zu wecken. Da ist es wirklich nur ein kleiner Trost, dass dieses Problem nicht bloss die SP, sondern das ganze Parteienspektrum betrifft. Umso erfreulicher war es, dass sich immer wieder Personen für die Mitarbeit im Vorstand und als Parteitags-Delegierte finden lassen:
Der Vorstand der SP Gerlafingen setzt sich nach dem Traktandum Wahlen wie folgt zusammen: Thomas Flückiger (Co-Präsident), Esther Gerlach (Co-Präsidentin), Iris Hirter (Aktuarin), Ursula Steiner (Kassierin, Mutationsführerin), Tobias Bärtschi (Mitglied), Marianna Hug (Mitglied), Daniel Lehmann (Mitglied), Gülay Oentas (Mitglied), Philipp Hadorn (als KR Mitglied von Amtes wegen), Peter Jordi (als GP Mitglied von Amtes wegen), Roberto Zanetti (als SR Mitglied von Amtes wegen).
Die zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Othmar Erhart und Michèle Graf-Bürki wurden mit dem verdienten Dank und einer Rose verabschiedet.
Mit grossem Stolz nahm die Versammlung abschliessend Kenntnis von der auf kantonaler Ebene erfolgten Nomination der beiden Gerlafinger SP-Sektionsmitglieder Roberto Zanetti als Ständeratskandidat (bisher) und Philipp Hadorn als Nationalratskandidat (neu). Beiden wurde im Rahmen des Möglichen für die Bundesparlamentswahlen vom 23.10.2011 volle Unterstützung zugesagt.
Ganz zum Schluss kam die Generalversammlung noch in den Genuss einer kabarettistischen Vorführung von Franz Hohlers „Totemügerli“. Esther Gerlach, Ruth Jordi, Ursula Steiner und Daniel Schöni stellten die gruslige Geschichte um „Schöppelimünggu“ und „Houderebäseler“ szenisch nach, währenddem Marianna Hug mit waschechtem Dialekt den entsprechenden Text vortrug. Eine gelungene Nummer!
13.4.2011 / pjg.




